Inszenierungen der Bildung: zur Geschichte einer ambivalenten Praktik
Die Tagung Inszenierung der Bildung: Zur Geschichte einer ambivalenten Praktik, die am 11. und 12. Juni 2026 im Hauptgebäude der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag stattfindet, wird gemeinsam vom Historischen Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, dem Arbeitskreis für vormoderne Erziehungsgeschichte und der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert, mit großzügiger Unterstützung durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.
Im Laufe der Geschichte nahmen die Repräsentation und Inszenierung von Bildung vielfältige Formen an, die sich in Texten, Bildern, Objekten und Gebäuden manifestierten.Diese Veranstaltung untersucht das deutsche Konzept der „Inszenierung“ und beleuchtet dabei dessen Doppelcharakter: einerseits als positiv wahrgenommene, gelungene Aufführung, andererseits als künstliche oder übertriebene Darstellung.Das zentrale Ziel besteht darin zu verstehen, wie und warum Bildung verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen präsentiert wurde und welche Konsequenzen sich ergaben, wenn eine solche Inszenierung als überambitioniert zurückgewiesen wurde.Der Schwerpunkt der Konferenz liegt auf dem Zeitraum vom Spätmittelalter bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, bezieht jedoch auch jüngere historische Epochen ein. Dabei werden Kontinuitäten und Transformationen zwischen vormodernen und modernen Bildungsdarstellungen anhand von Themen wie bildungsbezogenem Self-Fashioning, institutioneller Inszenierung sowie performativen Akten wie Feierlichkeiten und Prüfungen nachgezeichnet.
Konferenzsprachen: Deutsch, Englisch